Eine ziemlich grüne Saison mit vielen besonderen Flügen

Die Saison 2025/26 begann relativ normal und bald wurden die Flüge größer. Schon am 5. 11. kam das erste 1000er zustande, ein Dreieck, dass sich über einen großen Bereich erstreckte. Die Wetterlagen waren sehr vielseitig. Alle Regionen wurden angeflogen, nicht nur der Nordosten, wie es im letzten Jahr doch recht häufig der Fall war. Schon recht bald gab es auch Flüge nach Westen an die Kante. Nach und nach kamen alle Flugzeuge aus den Containern und waren auch schnell im Einsatz. So füllte sich das Schattennetz, unter dem die Flugzeuge geschützt vor der Sonne stehen und wo die Pilot*innen ihre Flüge im Schatten vorbereiten können, ohne der heftigen Sonnenstrahlung ausgesetzt zu sein.

Ab Ende November (25. 11.) bis in das 1. Drittel des Dezembers ging es weitgehend nach Osten bzw. Nordosten. Da konnten viele großflächige Flüge gemacht werden. Ganz besonders war der 4. Dezember. Von den neun Flügen von Pokweni aus waren sieben 1000-Punkte-Flüge, weitgehend als Dreieck konzipiert. Das machte sehr viel Spaß, weil die Thermik an diesem Tag sehr stark war und die Basis bei mehr als 5.000 m lag. Also ideale „Afrika-Bedingungen“.

Ab Ende November (25. 11.) bis in das 1. Drittel des Dezembers ging es weitgehend nach Osten bzw. Nordosten. Da konnten viele großflächige Flüge gemacht werden. Ganz besonders war der 4. Dezember. Von den neun Flügen von Pokweni aus waren sieben 1000-Punkte-Flüge, weitgehend als Dreieck konzipiert. Das machte sehr viel Spaß, weil die Thermik an diesem Tag sehr stark war und die Basis bei mehr als 5.000 m lag. Also ideale „Afrika-Bedingungen“.

Danach kam allerdings sehr viel Feuchtigkeit herein und das führte dazu, dass zunehmend Niederschläge fielen. Zunächst hatte Pokweni noch Glück, aber am 13. 12. erwischte es die Flugplatz-Pfanne dann doch und ein paar Tage später noch einmal. „Lake Pokweni“ sah unheimlich toll aus und zog auch gleich einige fliegerische Gäste an, z.B. Marabus. Und nach der großen Dürre des letzten Jahres war es für das Land ein großer Segen. Fürs Fliegen wurde es ein wenig schwieriger: Für einige Zeit wurde nur noch auf der Sandpiste gelandet und gestartet.

Die Feuchtigkeit machte sich natürlich auch beim thermischen Geschehen bemerkbar: So sank die Basis gewaltig und die Thermik war häufig nicht mehr so zuverlässig wie im ersten Teil der Saison. Trotzdem gab es noch große Flüge: Markus Langemann schaffte gleich bei seinem ersten Flug über 1300 km. Super!

Die letzte Phase der Saison von Anfang Januar bis zum 17. 1. 26 war etwas ganz Besonderes selbst oder gerade für die Pilot*innen, die schon häufiger in Namibia geflogen sind. Das Bild der Kalahari war ein völlig anderes geworden. Normalerweise ist das Bild geprägt durch das Rot des Sandes, der überall präsent ist. Aber nach den reichlichen Regenfällen verwandelte sich dieses Bild in ein sattes Grün. Überall blühte es und die Blätter entfalteten sich. So grün sieht es normalerweise im namibischen Herbst (Februar - Mai) aus, aber diese grünen Hänge waren etwas ganz Neues.

Trotzdem konnte noch geflogen werden. Insgesamt war allerdings die Basis weit abgesenkt und die Thermik war durch die viele Feuchtigkeit doch vielfach schwächer und auch unzuverlässiger. So gab es einen recht ruhigen Saisonabschluss.

Fazit der Saison: 42 Piloten (darunter 8 angehende bzw. fertige Pilotinnen) flogen in 376 Flügen 264.269 Kilometer zusammen. Alles blieb unfallfrei! Trotz bisweilen sehr anspruchsvoller Verhältnisse (etwa die Starts auf der Sandpiste bei Seitenwind) wurde alles gut gehandelt. In knapp 2500 Stunden konnten alle die Weite des Landes und die Besonderheiten der verschiedenen Landschaften genießen.

Der Flugplatz

Der Flugplatz besteht aus der knapp 2,7 km langen Bahn (Richtung: 35 bzw. 17) und der Pfanne (Richtung: 23 bzw. 05).

In Verlängerung der Startbahn 35 findet sich eine 50 m breite und 1400 m lange Notlandebahn, so dass bei einem etwaigen Motorausfall eine Landung geradeaus problemlos möglich ist.

Pokweni liegt in einer Höhe von 1.250 m und hat die Koordinaten S 23° 39' 00'' E 17° 43' 48''.

Gestartet wird normalerweise auf der 35. Das Besondere der Starts auf der 35 ist, die hohe Festigkeit der Pfanne, die völlig hindernisfrei und vollkommen ohne Steine eine schnellere Beschleunigung ermöglicht.

Bei starkem Wind aus der entsprechenden Richtung können die Einsitzer auch schon mal auf der 05 bzw. der 23 starten. Zur Landung stehen alle Bahnen zur Verfügung, bevorzugt wird abends oft die 05.

Auch wenn die Pfanne mal nach einem großen Schauer voll Wasser gelaufen ist, ist das Fliegen in Pokweni kein Problem. Gestartet und gelandet wird dann auf der langen Bahn (35 bzw. 17) und über einen Bypass werden die Flugzeuge vom Schattennetz dorthin gebracht.

Schattennetz schützt vor der Sonne

Seit nun schon mehr als zehn Jahren gibt es ein Schattennetz, unter dem die Flugzeuge stehen können.

Dies ist für die Flugvorbereitung sehr praktisch. Nimmt das Schattennetz doch etwa 60 % der Sonnenstrahlung auf. So können die Piloten in aller Ruhe alles Notwendige erledigen - im Schatten.

Natürlich sind auch die Flugzeuge auf diese Weise besser vor der UV-Strahlung geschützt.

Im Herbst 2018 wurde das Schattennetz noch einmal um 60 m verlängert,
so dass jetzt wirklich für alle Flugzeuge Platz ist. Insgesamt sind es
jetzt 330 m Schattennetz.

Luftraum aktuell

Seit der Saison 2024/25 hat sich die Luftraumsituation in Namibia stark vereinfacht. Grundlage ist das Segelfluggebiet (Gliding Arae), das bis FL 195 reicht und in dem ab FL 145 der Transponder genutzt werden muss (Transponder-Code 7677).

Rund um die TMA Windhoek gibt es einen 10 NM breiten Ring, die TMZ Windhoek (früher gab es nur im Süden ein kleines Stück dieses Ringes: die TMZ Kiripotib). Die TMZ Windhoek reicht von GND bis FL 145 und ist mit Transponder zu befliegen.

Um die TMA Walfishbay ist ebenfalls ein Ring gelegt worden, allerdings von einer Ausdehnung von 20 NM. Auch hier muss der Transponder benutzt werden. Diese Walfishbay TMZ reicht ebenfalls von GND bis FL 145.

Der Weg nach Norden ist einfacher geworden: Die Region bis zum 21. Breitengrad ist aufgeteilt worden in drei Sektoren (GLD Sectors NE, N, NW). Diese Region ist heruntergestuft worden zum Luftraum E (zwischen FL 145 und FL 195). Von GND bis FL195 muss der Transponder benutzt werden.

Im GLD Sector NW befindet sich die Restricted Area von Karibib (FYM 401), die normalerweise deaktiviert ist und per NOTAM aktiviert wird.

Der Einflug nach Botsuana ist zwar gestattet, es wird aber stark davon abgeraten wegen des unkalkulierbaren Risikos im Falle einer Außenlandung. Der Südafrika-Zipfel bis zum Lendlpas ist befliegbar bis FL 195.

Es wird unbedingt empfohlen auf der SSN-Seite nach den neusten Regelungen zu sehen. Dort lassen sich auch die Dateien der Lufträume herunterladen (s. links).